Geld knapp vor dem Gehalt? Zahlungen planen

Geschrieben von Vincent van Gemert ·

Ihr monatliches Einkommen scheint für Ihre Rechnungen auszureichen. Trotzdem scheitert eine Zahlung, obwohl nächste Woche das Gehalt kommt. Das kann passieren, wenn viele Rechnungen früh fällig sind und Ihr Einkommen später eingeht.

Ein Monatsbudget zeigt, wie viel Geld im gesamten Monat eingeht und ausgegeben wird. Ein Zahlungsplan ordnet diese Beträge nach Datum. So sehen Sie, ob das Geld am Zahlungstag tatsächlich verfügbar ist. Hier erfahren Sie, wie Sie einen solchen Plan für Ihr Konto in den Niederlanden erstellen.

Warum die Monatssumme nicht alles zeigt

Ihr Kontostand ist der Betrag auf Ihrem Bankkonto. Er zeigt einen bestimmten Moment: Die Miete für morgen liegt vielleicht noch darauf. Dieses Geld steht deshalb nicht automatisch für andere Ausgaben zur Verfügung.

Eine Lastschrift ist eine Abbuchung, zu der Sie einem Unternehmen die Erlaubnis gegeben haben. Beispiele sind Krankenversicherung und Energie. Auch für diese Zahlungen muss zum jeweiligen Zeitpunkt ausreichend Geld vorhanden sein.

Beginnen Sie mit Ihren Fixkosten, nehmen Sie aber Lebensmittel, Fahrtkosten und andere Ausgaben dazu. Eine reine Abonnementliste übersieht Geld, das Sie zwischendurch brauchen. Wijzer in geldzaken empfiehlt, Einnahmen und Ausgaben aufzulisten und ausreichend Geld für Abbuchungen bereitzuhalten.

Geld knapp vor dem Gehalt: ein Rechenbeispiel

Dieses erfundene Beispiel ist bewusst unvollständig. Es zeigt ausschließlich den Unterschied zwischen Beträgen und Zahlungszeitpunkten. Es ist kein vollständiges Haushaltsbudget: Viele alltägliche Ausgaben fehlen. Die anfänglichen €1.000 waren bereits auf dem Konto und sind kein Einkommen dieses Monats.

Datum Posten Einnahmen Ausgaben Kontostand
Monatsanfang Anfangsbestand — — €1.000
1 Miete — €950 €50
3 Krankenversicherung — €160 -€110
5 Energie — €140 -€250
15 Sonstiges Einkommen €300 — €50
25 Gehalt €2.200 — €2.250
26 Lebensmittel — €300 €1.950

Es gehen €2.500 ein und €1.550 ab. Die Differenz beträgt €950. Am Ende bleiben €1.000 + €950 = €1.950. Trotzdem fehlen am fünften Tag vorübergehend €250, bevor am 15. und 25. Einkommen eingeht.

Die negativen Kontostände zeigen einen angenommenen Fehlbetrag. Ohne vereinbarte Kontoüberziehung kann eine Zahlung scheitern; bei erlaubter Überziehung können Bedingungen und Zinsen gelten. Die Tabelle verspricht nicht, dass eine Bank diese Zahlungen ausführt. Die €250 sind lediglich der größte Engpass dieses Beispiels, keine allgemeine Empfehlung für eine Rücklage.

Sammeln Sie die tatsächlichen Termine

Öffnen Sie Ihre Banking-App und schauen Sie 30 bis 60 Tage voraus. Nutzen Sie aktuelle Kontoauszüge, Rechnungen und Nachrichten der betreffenden Stellen. Notieren Sie für jeden Posten den Betrag und den tatsächlich erwarteten Eingang oder Abgang. Kennzeichnen Sie unsichere Termine und geschätzte Beträge zur späteren Kontrolle.

Berücksichtigen Sie Gehalt, Sozialleistungen, Zuschüsse und Einkommen einer Partnerin oder eines Partners nur, soweit Sie diese tatsächlich erwarten. Geld auf einem anderen Konto ist hier erst verfügbar, wenn Sie es auf dieses Zahlungskonto überweisen. So zählen Sie denselben Betrag nicht doppelt.

Denken Sie an jährliche Versicherungsbeiträge, kommunale Rechnungen und bevorstehende Abrechnungen. Eine Rücklage ist Geld, das Sie für einen späteren Zweck beiseitelegen. Monatlich Geld für eine Jahresrechnung zurückzulegen hilft beim Planen. Es ist aber keine zusätzliche Rechnung neben dieser Jahresausgabe. Notieren Sie, wie viel bereits zurückgelegt ist und wann es auf Ihr Zahlungskonto muss.

Berechnen Sie den Kontostand nach jeder Zahlung

Beginnen Sie beim aktuellen Kontostand und berücksichtigen Sie jede erwartete Zahlung in zeitlicher Reihenfolge. Addieren Sie Einnahmen und ziehen Sie Ausgaben ab. Achten Sie besonders auf den niedrigsten Stand vor dem nächsten Einkommen. Dort erkennen Sie, wann Ihr Plan nicht aufgeht.

Planen Sie auch Lebensmittel und Fahrtkosten zwischen den Einkommensterminen ein. Verteilen Sie diese Ausgaben auf die Wochen, in denen sie voraussichtlich entstehen. Ein großer Gesamtbetrag am Monatsende würde eine frühere Woche fälschlich günstig erscheinen lassen.

Prüfen Sie bekannte Auszahlungstermine beim Arbeitgeber oder der zahlenden Stelle. Nehmen Sie nicht an, dass Geld rund um ein Wochenende immer früher eingeht. Rechnen Sie bei unsicheren Terminen auch eine spätere Zahlung durch. Erwartetes Einkommen verschiebt die Zahlungsfrist einer Rechnung nicht automatisch.

Fragen Sie nach einem anderen Abbuchungstermin

Im Beispiel würde es helfen, Krankenversicherung und Energie erst am 26. abzubuchen. Planen Sie das nur ein, wenn beide Stellen zugestimmt haben. Nicht jeder Anbieter ermöglicht diese Wahl.

Bei dieser vereinbarten Änderung bleiben nach der Miete €50. Am 15. steigt der Stand auf €350 und am 25. auf €2.550. Am 26. gehen €160, €140 und €300 ab: Es bleiben €1.950. Der niedrigste Kontostand beträgt jetzt €50, ohne zusätzliche Einnahmen oder niedrigere Kosten. Der Zeitpunkt ändert sich, die monatliche Differenz von €950 bleibt gleich.

Fragen Sie vorher, was im Übergangsmonat passiert. Gibt es zwei Abbuchungen kurz hintereinander oder einen Betrag für einen längeren Zeitraum? Lassen Sie sich den nächsten Termin und Betrag bestätigen. Lassen Sie keine Zahlung eigenmächtig aus und ändern Sie keine Frist einseitig. Bis zur bestätigten Änderung gilt die bisherige Vereinbarung.

Bei wechselndem Einkommen weiter vorausplanen

Erhalten Sie alle vier Wochen Geld? Das sind dreizehn Zahlungen im Jahr, deren Termine durch die Kalendermonate wandern. Verwenden Sie die tatsächlichen Termine statt eines angenommenen Monatsgehalts am 25.

Bei einzelnen Aufträgen oder wechselnden Schichten bildet bestätigtes Einkommen die Grundlage. Ein möglicher Auftrag ist noch kein eingegangenes Geld. Erstellen Sie zusätzlich eine Variante mit weniger oder späterem Einkommen. Prüfen Sie bei Veränderungen auch mögliche staatliche Unterstützung. Ein möglicher Antrag ist jedoch kein sofort verfügbares Geld.

Treffen Sie diese Woche eine machbare Vereinbarung

Listen Sie zunächst kommende Einnahmen und Zahlungen gemeinsam auf und markieren Sie den ersten Tag mit einem Fehlbetrag. Prüfen Sie dann, welche Ausgaben Sie verschieben oder senken und welchen Zahlungstermin Sie besprechen können. Aktualisieren Sie die Liste wöchentlich. Die Checkliste von Wijzer in geldzaken unterstützt die Kontrolle Ihrer Unterlagen und Zahlungen.

Bleibt Ihr gesamtes Einkommen unter den regelmäßigen Ausgaben, löst ein anderer Zahlungstermin das Defizit nicht. Lesen Sie, was Sie tun können, wenn Sie Fixkosten nicht bezahlen können. Besteht finanzieller Spielraum, bauen Sie schrittweise eine passende Sparreserve auf.

Geldmangel vor dem Gehalt kann ein Terminproblem sein. Ein vollständiger Zahlungsplan zeigt, wie viel Geld Sie wann brauchen und welche konkrete Vereinbarung Entlastung bringen könnte.

Die Beträge in diesem Artikel sind Richtwerte. Auf unserer Quellenseite lesen Sie, wie wir rechnen.

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ist keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Ziehen Sie in Erwägung, eine qualifizierte Fachperson zu Ihrer persönlichen Situation zu konsultieren.

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